Full text: Volume (Jg. 3 (1837))

gen an Geistliche, eine wesentliche Aendernng hervor«
Diese erwarben nemlich nicht für ihre Person, sondern
für die Kirche, eine eben so ideale Person als der Staat
selbst und der Vasall erhielt att dem Beneficium ebenfalls
nur ein persönliches Nutzung recht, das Eigenthum
blieb der Gesammtheit und selbst als der Jnnbegriff jener
Nutzungrechte sich zu einem sogenannten dominium
utile ausbildetc, wurde dieses ein Gesammt-Eigenthnm
der Familie.
Die erste bedeutende Aenderung in dieser Ansicht
der Sache wurde durch die Städte, und den lebhaften
£
Verkehr in denselben, der alles zu mobilisiren strebte,
hervorgebracht. Jedoch gieng auch dieses nur langsam.
Man unterschied noch lange zwischen Weichbildgut und
Familienstammgut. Jenes war vererblich gleich fahrender
Habe, dieses hingegen mußte bei der Familie bleiben.
So z. B. sagt noch das Briloncr Stadtrecht von 1290:
quod quicunque vir aut uxor de nostris bur-
gensibus heredes habuerit, uno illorum de-
functo, alter eorum potest et debet, ex jure
ac approbata consuetudine nostrae civitatis,
relinquere suis heredibus, illo tempore vi-
ventibus , medietatem omnium bonorum
suorum, mobilium ubicunque fuerint
ac etiam immobilium quae infra oppi-
dum Brilon sunt sita tam in domibus quam
in areis qnae Wigbelde volgariter nun-
cupantur, xeli quam vero medietatem, poterit
vir alteri uxori vel uxor alteri marito et
eorum heredibus de se procreandis, sine

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