Full text: Volume (Jg. 3 (1837))

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perpetuae concordiae von 1654 sanktionirte dieses
manus manum lavat als Gesetz.
Hiedurch' wurde das beständige Schatzcataster von
1655 ins Leben gerufen. Bäuerliche Güter als Com-
plere und bürgerliche Feldmarken als solche, waren zur
Schatzung darin quotisirt. Die adeligen Güter blieben
als sch atz fr ei davon ausgeschlossen, sie isolirten sich
daher von selbst und zwar wegen der Schatzfreihcit mehr
als je zuvor. Alles was sich damals in adeligem Besitze
befand, erlangte durch das Kataster einen festbestimmten,
wesentlichen Vorzug vor Anderem; der nun durch Ein-
verleibung oder Abspleißung nicht mehr gewonnen oder
verloren werden konnte, sondern durch besondere Pacten
statuirt werden mußte. Belege dazu liefern die beiden
ansehnlichen Rittergüter Adolfsburg und Eringerfeld,
welche nach jener Zeit (1676 nnd 1653) aus Bauern-
höfen zusammengekaust wurden und wovon die Schatzun-
gen abgelöset werden mußten, che sie mit den übrigen
Rittersitzen rangirten?) Es spricht von selbst, daß die-
ses Verhältnis eben so wesentlich als die früher gedachten
dazu beitrug, die Integrität der adeligen Güter zu -er-
halten. Hiezu kamen
d) die Anordnungen der einzelnen adeligen Fanlilicn
selbst, welche dem Eindringen römischer Rechtbegriffe
über Theilbarkeit, wodurch ihre Erhaltung in altem an-
gestammtem Wohlstände, vernichtet worden wäre, durch
Ehepacten, Testamente, hie und da auch durch besonders

AdolfSburg ist noch jetzt nicht landtagfähig.

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