Full text: Volume (Jg. 3 (1837))

theil dabei finden; weil der bestehenden Einrichtung zu«
folge, der Schatzung-Ertrag durch Theilung niemals er-
höht, wohl aber die Erhebung der Abgaben erschwert,
ja sogar mit Verluste bedroht werden konnte.
Deshalb war es auch zunächst die Regierung, welche
in der mit den Ständen berathenen Polizei-Ordnung von
1723 Tit. 35. §. 2. verordnete:
Daß die Theilung der Höfe und Güter, so ohne
Consens der Obrigkeit und Zuziehung der
Gutsherren, binnen 20 oder 30 Jahren geschehen,
auch die neuen Kotten, so auf schätzbaren oder ge,
meinen Grund in den nächstverflossenen 20 Jahren ge,
setzt worden, sobald sie ledig verstorben oder eher, wenn
cs füglich geschehen mag, wieder abgeschafft — hin-
führo dann auch solche Theilung der Höfe und Güter
und die Anrichtung neuer Kotten gänzlich vermieden
und keineswegs gestattet werden solle.
Hiedurch wurde also zuerst alle einseitige Thei-
lung durch die Bauern, verboten. Ueber die Ver-
parzellirung der Bauernhöfe durch die Gutsherren,
hatten die Städte schon kn dem Landtag-Protocolle vom
24. Juni 1639 gravaminirt und diese später oft wieder-
holten Beschwerden brachten das Cdict vom 9. Mai 1766
zuwege, worin der Churfürst sagt:
Nachdem hie glaubhafte Anzeige geschehen, daß ver«
schiedene Gütsherren des Herzogthums Westfalen die
Gründe von den Höfen wegnehmen and
selbige stückweise zum Höchsten auspach-
ten, dadurch aber veranlassen, daß die Schatz-
rezeptoren irre gemacht und die Register in

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