Full text: Volume (Jg. 8 (1843))

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glied eines ObexgerichtS und die übrige Zeit ,ßl$ Ult«
terrichtrr zugebracht, und er kann dem Berf. die Ver-
sicherung geben, daß nie auf /seine Person ein -Be«
stechuvgsvcrsuch, in welcher Form immerhin, gemacht
worden ist.
Der dritte Abschnitt des Buchs handelt von der
amtlichen Stellung der jüngere» preußischen Beamten.
Ein altes Sprüchwort sagt: Dat Justinianus hono-
res. In Preußen soll man die Assessoren nach S. 90
allmählig als eine überhand genommene Masse unbe«
quemer, den Staat mit anmaaßenden und nicht reali«
sirbaren Ansprüchen belagernden Amt6-Erspekta»ten an«
sehen und demgemäß behandeln." Wsr sind uns keiner
solchen Behandlung bewußt geworden, und haben keine
solche Klagen je auö einem Munde eines Kollegen ver-
nommen.
Der Derf. vkndicirt sodann für die Assessoren ein
unbeschränktes Stimmrecht, wenn sie auch keine etats-
mäßigen Stellen bekleiden, was ihnen, seiner Ansicht nach,
durch bloße Ministerialverfügung, also nicht auf ver-
fassungsmäßigem Wege, entzogen sei. Diesem Angriffe
liegt jedoch, wie die Beurtheilung S. 33 folg, unwi,
derleglich gezeigt hat- ein Mißverständniß zu Grunde,
da die Allerhöchste Kabinets-Ordre vom 17. Mai 1809
nicht verordnet, daß fernerhin die Assessoren stets sofort,
mit dem voto illimi tato begabt, angestellt werden
sollen, sondern dem Minister nur die Befugniß ertheilt,
solche Anstellungen zn verfügen, wenn es das Interesse
deS Dienstes erheische. Wir sind auch darin mit der
Beurtheilung ganz einverstanden, daß bei dem großen

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