Full text: Volume (Jg. 8 (1843))

— i573 —
mehr deren matLriellr Wirksamkeit mid Gültigkeit z»
untersuchen.
Klagender Seits pflegt man sich auf die Vorschriften
des A. L. R. zu berufen. Der Verklagte dagegen birgt
sich hinter dem Schilde des Art. 340 des Cod, civ. Eg
fragt sich daher vorab, ibelche von diesen beiden Gesetz-
gebungen bei der Entscheidung über die materiellen Fragen
zum Grunde zu legen sei." Diese Frage ist, da sich die
Einleitung des A. L. R. über die Stellung der Fremden
zum materiellen Rechte der preußischen Staaten ausspricht,
nach den in seiner Einleitung enthaltenen Bestimmungen
zu bcurthcilen. Diese ergeben nun, daß Fremde auch
rücksichtlich der Kollisionen des materiellen Rechts den
preußischen Untertbane» gleich stehen sollen, falls anders
der betreffende Rcchtsgrund in hiesigen Landen entstan-
den ist.
Ter in Z§. 34 u. 4! gebrauchte Ausdruck „Geschäfte"
will zwar für Rcchtsguindc der hier fraglichen Art nicht
recht passend erscheinen, doch ist der Ausdruck „leben" ent-
scheidend und auch die ratio legis klar, indem schon der
§. 42 auf die Nichtigkeit der ausgedehntesten Interpretation
hindeutet, diese aber dnrchFestbalten an der allein gemachten

Wie in aller Welt könnte man aber vernünftiger Weise
dazu übergehen, auswärtigen Pflegebefohlenen eine Sorg-
falt angeteihen zu lassen, welche der zu ihrer Obhut ver-
pflichtete Staat selbst für überflüssig erachtet! Hiernach
kan» man der von Mittermaier im Archiv für civi-
listische Praxis Bd. XIII. pag. 305 entwickelten Ansicht
nicht beitreten-

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer