Full text: Volume (Jg. 8 (1843))

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gnst 1837 ihre, in dem Testamente ihres Ehemannes er-
klärte letzte Willenömeinung widerrufen und eine andere
letztwillige Disposition errichtet, worin sie ihre Kinder;u
gleichen Thrilen zu Erben ihres Nachlasses, wozu sie prin-
cipaliter das gesummte, mit ihrem verstorbenen Ehemanne
in Gütergemeinschaft besessene Vermögen, eventualitcr die
Hälfte dieses Vermögens rechnet, eingesetzt hat.
Dieselbe ist am 16. Mai 1839 mit Hinterlassung der
vorgedachten vier Kinder gestorben, und der Kläger — eines
t>cr vier Kinder — ist gegen die Verklagten, welche den
Nachlaß der Eheleute Heinrich Ströer und Gertrud geb.
Levenig besitzen, unter der Behauptung, daß daS
Testament seines Vaters, Heinrich Ströer, zu Recht nicht
bestehen könne und die letztwillige Disposition seiner Mutter,
per Gertrud Levenig, allein entscheide, mit dem An,
trage klagbar geworden:
Dieselben zur Errichtung eines Inventars über den am
Tage des Ablebens seiner Mutter (16. Mai 1830) vor,
handenen älterlichen Nachlaß zu verurtheilen, und sie
für schuldig zu erkennen, ihm von diesem Nachlasse prkn,
ripaliter den 4ten, event. aber den 8ten Theil mit
Nutzungen vom Tage der Klage-Insinuation heraus-
zugebm.
Die Verklagten bestreiten dagegen, daß die Wkttwe
Heinr'ch Ströer befugt gewesen, die letztwillige Dispo-
sition ihres Ehemannes ganz oder rücksichtlich einer Hälfte
aufzuheben und anderweit über das mit demselben in
Gütergemeinschaft besessene Vermögen zu disponire«, und
haben auf Abweisung des Klägers angetragen.
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