Full text: Volume (Jg. 8 (1843))

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worden, sondern auch die Lösung des Widerspruchs die«
ser Deduktion mit dem §. 591 Tit. 9:
„Wer den Besitz aus einem zur Erlangung des Ei«
genthums nicht geschickten Titel oder unredlicher Weise
erworben hat, kann niemals eine Verjährung durch
Besitz anfangen."
lediglich aus dem Wesen der Extensiv - Erklärung ver-
sucht.
Die gegenseitige Argumentation selbst beruht auf
folgenden Sätzen:
Daß Jemand eine Sache oder ein Recht aus einem
auf Uebertragung des Eigenthums gerichteten Grunde
besitze, sei schon in dem Begriffe des vollständigen Be-
sitzers enthalten, und daraus folge, daß, wenn noch
besonders von einem vollständigen titulirten Besitze
als einem solchen die Rede sei, welcher auf einem
Rechtsgruvde beruht, durch welchen das Eigenthum er-
langt werden kann, ein blos auf Eigenthums - Erlan-
gung gerichteter Titel noch nicht ein zur Erlangung des
Eigenthums geschickter sein könne. Derselbe Gegensatz
liege auch den §§. 591 u. 628 zum Grunde, derge-
stalt, daß zur dreißigjährigen Ersitzung ein Titel ge-
nüge, welcher überhaupt auf Erwerbung des Eigen-
thumS gerichtet ist, zur zehnjährigen Ersitzung aber ei«
sowohl formest als materiell gültiger Titel erforderlich
sei. Dieses sei durch die Rechtfertigung der §§. 625,
627 u. 628 von Suarez in der revisio moni-
torum zu denselben außer Zweifel gesetzt.
Die erwähnte Aeußerung von Suarez liefert nicht
eine Erklärung der gedachten §§., sondern blos den Ver-

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