Full text: Volume (Jg. 8 (1843))

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5. Suarez wollte, daß das, was im §. 458 durch
die Worte: „aus einem Titel, durch welchen das
Eigenthum erlangt werden kann,"
schon ausgedrückt war und sich deshalb eigentlich von
selbst verstand, durch einen kleinen Beisatz in der Fas-
sung noch deutlicher markkrt werde. Zu diesem Zwecke
sind die Worte „an sich" gewählt. Darin, daß diese
Worte zu dem angegebenen Zwecke einer kurzen und
deutlichen Fassung geeignet seien, muß Suarez den
bisherigen verschiedenen Auslegungen zufolge sich geirrt
haben. Demungeachtct oder vielmehr eben deshalb kön-
nen wir nicht umhin, die Worte „an sich" in dem
Sinne auszulegcn, in welchem sie nicht nur Suarez
deutlich und prägcant schienen, sondern auch das aus-
drücken, was bei den früheren Berathnngen, zum gro-
ßen Thcile, auf seine Veranlassung schon fcstgcstellt war.
Diese Bedeutung ergicbt sich aus der Bemerkung von
Suarez zu den §§. 472 — 475 des Kirchcisenschen
Entwurfs des Titels vom Besitze, wornach ihnen die
Worte „an sich" geeignet schienen, den Inhalt jener
§§. oder der §§. 10 u. 11 des ersten Entwurfs des
Titels vom Besitz kürzer und deutlicher zusammenzufasse«.
Auch läßt sich nicht annchmen, daß Suarez es für
erforderlich gehalten haben solle, noch deutlicher aus-
zudrücken, daß es da auf die Wahrheit und Richtigkeit
des Titels bei der Verjährung nicht ankommc, wo von
der Verjährung selbst nicht einmal die Rede sein kann.
Daß übrigens die Redaktoren des Landrechts überall
gerade darauf ein entscheidendes Gewicht legen, ob die
Unterlassung der schriftlichen Abfaßung dcö Vertrages

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