Full text: Volume (Jg. 8 (1843))

„Allenfalls könnte man irgendwo den allgemeinen
Satz einrücken:
„Wenn bei dem, welcher eine 'Sache zuerst ans
einem unrechtmäßigen oder unrichtigen
Titel erworben hat, dieser Fehler in der Folge
verbessert wird, so kommt solches auch allen den«
jenigen; auf welche er den fernem Besitz über»
tragen hat, zu Statten.""
In der zuerst angeführten Stelle unterscheidet
Suarez zwei Fälle:
a) wenn kein Titel vorhanden ist,
fr) wenn der Besitzer einen wirklichen, aber nicht
richtigen Titel für sich hat/
Zu den Fällen unter a. gehört ohne Zweifel auch
der in der zweiten Stelle gedachte Fall, wenn der Be«
sitzer die irrige Meinung hat, die Sache aus einem
rechtsgültigen Titel erlangt zu haben. Gleichwohl be-
hauptet Suarez von einem solchen Falle (wo nämlich
probabilis error vorhanden ist), daß titulas justus
vorhanden sei.'
Dieser Behauptung scheint der Gedanke zum Gründe
zu liegen, daß, wer das Dasein eines Titels irrig an«
nimmt, gleichfalls aus einem Titel besitze, so daß hier
der titulus putativus zu einem verus titulus sich
verhält, wie der bloße animus domini zum wirkli-
chen Eigenthum. Nur dieses kann Suarez darunter
verstanden haben, daß die Wahrheit des Titels bei
der Verjährung nicht nothwendig sei und daß sich dies
-aus den Worten des §. 458 von selbst verstehe.

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