Full text: Volume (Jg. 8 (1843))

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arzt Prosse abgetreten. Als Gegenleistung wurde un».
ter andern festgesetzt, daß dem Daltrop alljährlich -
aus den Revenüen des Salzwerks 160 Lhaler zu sei,
nem Unterhalte ausbezahlt werden, diese - Leibrente auch,,
wenn derselbe bei seinem Tode eine Wittwe hiuterlasse,
dieser verbleiben solle, und nach dem Tode beider deren
Kindern, wenn welche vorhanden wären, jedoch nur für?
die Zeit ihrer Minderjährigkeit. Daltrop hcirathete
hernach, starb, ohne Kinder zu hinterlassen, seine Wittwe
schritt zn mehreren Ehen, zuletzt mit dem Förster Dreyer.
Die Eheleute Prosse haben dagegen durch einen lästi-
gen Vertrag vom 20. Mai 1824 den gedachten Sali-
nenantheil an die Eheleute Postsekretär von Sobbe
abgetreten. In diesem Vertrage ist bestimmt, daß der
Salinenantheil den Eheleuten v. Sobbe für 10,000
Thaler überlassen,, daß jedoch auf diese Summe die auf1
der Saline haftenden Schulden, falls die neuen Erwer,
ber solche übernehmen würden, angerechnet werden soll-
ten, und daß unter diesen Schulden die an Friedrich.
Daltrop stipulirte Rente mit 5 Prozent kapitalisirt,.
»m Betrage von 2000 Thlr. mitbegn'ffen und die Pros,
feschen Erben diese Summe nicht eher sollten fordern
können, als bis die Leibrente gänzlich erloschen sek. —
Die Eheleute Dreyer klagten nun im Jahre 1841i
beim Oberlandesgerichte zu Paderborn die Eheleute von
Sobbe auf Zahlung der jährlichen Rente von 10V
Thalern für 1838, 39 und 40 ein, und zwar aus
den Revenüen des Salinenantheils. Unter mehreren
nicht hierhin gehörigen Einreden wurde auch die ent»,
gegnet, haß die Verklagten zu den. Klägern weder m,
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