Full text: Volume (Jg. 8 (1843))

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lichkeit, nach §. 569 ibid. zu beseitigen. — Wenn
eö schon dieserhalb auf die Frage: wann der Gläubiger
zuerst einen eigentlichen Grund zur Anstellung der Klage
gehabt habe? und sein Stillschweigen also als eine Nach-
lässigkeit erscheinen könnte, gar nicht «»kommen kann,
so findet dieses auch in den Worten des Gesetzes selbst
seine Bestätigung, da es nach §. 502 I. c. zum Ver-
luste eines Rechts durch Verjährung genügt, daß nur
von dem Rechte überhaupt kein Gebrauch gemacht ist,
ganz abgesehen davon, ob oder welche Veranlassung
zum Gebrauche etwa vorhanden gewesen oder nicht,
b) Nachdem am 6. December 1805 die Zinsen pro
teim. den 9. Oct. s. I. entrichtet worden, be-
merkt Klägerin ferner, seien dieselben erst am
9 Oct. 1806 wieder fällig geworden, weöhalb
früher nicht actio nata gewesen sei. — Da
nach §. 545 1. e. die Verjährung von dem Tage
beginnt, an welchem die Erfüllung der Verbind-
lichkeit zuerst gefordert werden konnte, so würde
dieses allerdings ein triftiger Einwand sein, wenn
eö sich fragte: von welchem Zeitpunkte die Ver-
jährung der Zinsen begonnen habe? Darauf kann
es jedoch nicht ankommen, da es nach dem oben
Bemerkten sich nur fragt: ob das Kapital selbst,
welches die Zinsen producirte, verjährt sei? Rück-
sichtlich des Letzter« aber war, wie bereits gedacht
und abgesehen fortwährend von dem unten zu er-
örternden Umstande der vorbehaltenen Kündigung,
die Klage zur Zeit der erfolgten letzten Zinszah-
lung allerdings usra.

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