Full text: Volume (Jg. 8 (1843))

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libetis aut fratribus soli totum ouus
alendi in jungi possit? et quae sunt hujus
generis alia plura, non tam certis regulis de-
finiri posse videntur, quam potius pro multi-
plici circumstantiarum varietate constituenda,
atque ita circumspecti et aequi judicis arbitrio
committenda sunt. —
Schweppe a. a. O. äußert sich uneiitschkeden
dahin:
„Sollten mehrere Ascendenten gleichen Grades einen
Desccndenten oder mehrere Descendente» gleichen Gra-
des einen Ascendente» alimentiren müssen, so wird
nach allgemeinen Grundsätzen jeder der Verpflichteten
für seinen Theil belangt werden müssen; unsere Quel-
len entscheiden blos, daß in Concurrenz des Vaters
mit der Mutter jener vor dieser verbunden sein soll."
Indessen spricht der Umstand, daß die Gesetze nur
überhaupt die Verbindlichkeit der Tescendenten zur Er-
nährung der Ascendente« aussprcchen, ohne das Der-
haltm'ß mehrerer gleich naher Desccndenten genauer zu
öestimmen, für die Annahme einer solidarischen Verbind-
lichkeit. Dieselbe ist aber auch nach dem Grunde und
Wesen einer solchen Alimentationspflicht wirklich anzu-
nehmen. Denn
a) ist die Pflicht der Eltern und Kinder, einander
zu alimentiren, eine gegenseitige, blos von der
pietas und dem engen Bande der verwandtschaft-
lichen Verhältnisse ausgehend, und Liebe, Ehrfurcht
und Dankbarkeit gegen die Eltern sind der Grund,

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