Full text: Volume (Jg. 8 (1843))

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in diesem Falle auf eigenes Vermögen der Verklagten
nicht ankommen, wenn nicht der Zweifel entstände, ob
nicht das utraque parte (welches keinenfalls hier titer-
que parens bedeuten kann), wie bei einer andern be-
kannten Stelle — fr, 8. lD. 41. 2 u. fr. 153. D* 50.
17. — angenommen wird, mit „alterultra“ parte,
wie auch wirklich einige codices lesen sollen, gleich-
bedeutend sei.
Für jene Ansicht spricht indessen Folgendes:
Tie Alimentations-Pflicht der Ascendenten und der
Descendente« ist eine gegenseitige, welche ex aqnitate
carita teque sanguinis hergeleitet wird.
fr. 5. §. 2. D. 25. 3.
Es hängt aber die Verbindlichkeit des Vaters zur
Alimentation der Kinder nicht von einem besondern Ver-
mögens-Nachweis ab, vielmehr beruht dieselbe, außer
aus der Hülfsbcdürftigkeit der Kinder, welche aus dem
kindlichen oder jugendlichen Atter ohne weiteres zu prä-
sumiren ist, und bis zur Fähigkeit eigenen Erwerbs
angenommen werden muß, *
cf. fr. 5. §. 7. D. 25 3.
lediglich ans dem verwandtschaftlichen Verhältnisse, und nur
nach Auflösung der Ehe durch willkührliche Ehetrennnng
soll auS dem geringen Vermögen des einen Theils der
Aeltern und der Wohlhabenheit des andern ein Grund hcr-
genommen werden, weshalb vorzugsweise dem letztem die
Ernäbrung und Erziehung der Kinder zur Pflicht gemacht
werden soll.

Nov. 117. c. 8.

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