Full text: Volume (Jg. 8 (1843))

179 “

ihre Mutter tm Wittweustande hlirb; das SchenkungS-
Instrument mag auch formell in der Orhnuyg sriy.
Es ist aber wirklich kein Uebertrag an ^inen Andern er-
folgt, oder von einem Andem acceptkrt, am wenigsten
kann man den Special - Curator M a.tz .f r als einen
solchen Andern betrachten, da er lediglich für die Kjn-
der acceptirte. Das Geld ist vielmehr nur auS dem
Privat, Gewahrsam der W>ttwe in das Pupillen-Drpo-
sitorium transloci'rtt!-— Jede andere Ansicht Würde
zu dem Resultat führen, daß die Kinder gar kein
Erbrecht oder gar keine Verpflichtung zur Tilgung
der väterlichen Nachlaßschulden hätten. Die Schen-
kung war vielmehr eine rechtlich unmögliche, und das
formell Geschenkte ist materiell Erbschaftsstück und im
Besitze deS Miterben geblieben, aus welchem es der
Concursmasse zu übenveisen ist, welche statt der Er-
ben die Nachlaßgläubiger, so weit die Masse zureicht,
zu befriedigen hat. Damit erledigen sich aber auch die
Nebenfragen:
ob das Geld, oder ob das dafür erkaufte Haus zu-
rückzugeben ist? und von welchem Zeitpunkte ab die
Zinsen zu entrichten sind?
Mag den minorennen Inhabern des Geldes auch
nicht mala fides imputirt werden können, so steht es
doch fest, daß sie Geld erhalten haben, und die Con-
cursmasse ist nicht verpflichtet, sich statt dessen Grund-
stücke überweisen zu lassen, welche ohne ihre Zustimmung
angekauft sind. Die Zinsen sind nur seit Insinuation
der Klage zugesprochen; dabei hat der ConcurS-Cura-
tor sich beruhigt und von da ab ist der Zahlung?-Ver-

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer