Full text: Volume (Jg. 8 (1843))

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doch aus jenen Statuten entwickelt, und kn sofern ist
es in Bezug auf die vorliegende Frage nicht ohne In-
teresse, daß die alten Statuten lübischeü Recht? ent-
halten, in welchem, wie bekannt, das Consolidations-
Prinzip nicht gilt *), ja nicht einmal ein unbedingtes
Erbrecht des kinderlosen Ehegatten Statt fand. Auch
die Attestate des Magistrats enthalten nicht nur keine
Spur des Consolidarions - Prinzips, sondern drücken sich
nicht undeutlich so aus- daß man-wohl^ sieht, sie sind
von einem jus praesens der Kinder ausgrgangen^.Sv
sagt daö Attest vom LO. August 1699:
daß die Mutter allhier ihren Ln der Ehe mit. ihren
!, verstorbenen maritis erzeugten Kindern legitimae
tutrices seien, und nicht allein die Inspektion über
ihre Kinder, sondern auch die freie Administration
über die im Ehestande gewesenen und vorhandenen
Güter behalten und haben. •
Die Verbindung, in welcher hier di» legitima tu-
tela der Mutter mit der Administration gesetzt ist, Ven-
tet unverkennbar darauf hin, daß man letztere sich nicht
als Administration kraft ebenen Rechts, sondern als
eine solche für die Kinder gedacht hat.
Noch deutlicher erhellt die Ansicht der frühern reichs-
städtischen Praxis aus dem Präjudikate Mallinckrodt
contra Hau mann und dem Doto zu dieser Sache,
wo es heißt:

4( Mevius —Comment. in jus Lubccense pars II.
Tit. 2 Art. i,

11*

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