Full text: Volume (Jg. 7 (1841))

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wir uns nicht füglich erklären können, als aus der un-
glücklichen Redactionsweise, dem stellenweise« Emendiren
und der Uebereilung der letzten Umarbeitung. Der von
Bornemann mitgetheilte frühere Entwurf stimmt mit
den Grundsätzen, welche hier für Immobilien entwickelt
sind; denn es sollte überall, bei beweglichen, wie bei
unbeweglichen Sachen, die Vindication statt finden.
Vielleicht hat man bei der letzten, allerdings etwas
flüchtigen, Redaktion an die eigenthümlichen dinglichen
Rechtsverhältnisse der Immobilien nicht gedacht; viel-
leicht geglaubt, daß sich dabei nach dem Tit. 10. die
Sache von selbst mache; vielleicht ist dieses einer
der Gründe, aus welchem dem §. 163. 1. c. eine all-
gemeinere Fassung gegeben ist. (vergl. den Abs. I. a. E.)
Das Verhältnis der §§. 156. 1. c. zu. den hier ent-
wickelten Grundsätzen ist aber dieses: wenn dort von
einer vollständigen oder theilweisen Erfüllung geredet
wird, dann bezieht sich das „ganz und zum Theil" nur
auf das Quantum; ganz ist erfüllt, wenn dem Ver-
sprechen gemäß alle Sachen oder die ganze Sache, und
zum Theil, wenn nur ein Theil, wenn Etwas, gegeben
worden; überall aber wird vorausgesetzt, daß das Quale,
die rechtliche Qualification der Erfüllung in Ordnung,
also bei Verträgen über das Eigenthum, daß von Seiten
des Gebers alles geschehen scy, was zur wirklichen Ueber-
tragung des Eigenthums erforderlich ist. Danach enthält
die bloße Uebergabe des Immobilis nicht, wie von der
Hagen will, eine eheilweise, sondern gar keine Er-
füllung im Sinne jener Grsetzesstelle, und eben darum
gehält der Geber unbedingt die rei vindicatio. Eine

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