Full text: Volume (Jg. 7 (1841))

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actio verbunden mit der replicatio rei venditae et
traditae gab ihm und allen seinen Universal- und Sin-
gular-Successore» gegen den Tradente» und alle dessen
Nachfolger den Schutz des wirklichen Eigcnthums, und
vermittelten so ei» natürliches Eigenthum. Unserm Falle
noch naher verwandt sind Verhältnisse des deutschen Rechts.
Die Landrechte und Statute welche ■ bet Veräußerungen
der Immobilien gerichtliche Auflassung, oder Einschreibung,
oder Derlaurbarung u. s. w. verlangten, machten davon
häufig ausdrücklich die Erwerbung des EigenthnmS ab-
hängig; dennoch wurde von den Ncchtsgclchrtcn, freilich
bei sehr verschiedener Auffassung, nach der auf Grund
eincS verbindlichen Vertrages erfolgten mida traditio
dem Acquirente» ein dinglicher Schutz, conditio usu-
capiendi, eilt bonitarium, ein natürliches Eigenthum,
eingeräumt, und auch hier die exceptio rei venditae
et traditae als Schutzmittel aufgestellt, wie denn
allerdings der an sich fundkrten Klage nur dem Civil,
eigenthum gegenüber das neurralisirende Naturaleigenthum
durchaus die Bedeutung einer exceptio annimmt. Nun,
ich meine, auf ähnliche Weise ist nach dem Landrechte
das Nechtsverbältniß zu behandeln, wenn der Vertrag
über das tradirte Immobile nach §. 17. I. 10. ver-
bindlich, aber noch nicht förmlich vollzogen ist. Doch

2>) Ueter die mancherlei Ansichten s. Daniels ds adlraere-
datione, cap. 4 und 5; ferner: Voct. ad Pand. Lib,
4t. tit. i. §. 38 scq. und Haubold, Königs. Sachs.
Privatrecht §. 187. not. d.

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