Full text: Volume (Jg. 7 (1841))

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Concurse des Empfängers u. s. w. habe, wollen wir
hier nicht weiter verfolgen.
So bei der vollständigen Erfüllung! Bei der theil«
weisen steht die Sache in Bezug auf den EigenthumS«
Uebergang nicht anders, vorausgesetzt jedoch, daß dem
Empfänger nach den Bemerkungen im zweiten Absätze
auch hier das Wahlrecht gestattet wird. Der Geber ist
gebunden, so weit er erfüllt hat; der Empfänger er-
wirbt das Eigenthum sofort oder auch erst durch die
seinersein'ge Erfüllung, je nachdem die eben gegebene
Ansicht von der einstweiligen Suspension des Eigenthums«
erwerbcs abgewiesen oder angenommen wird. Das Rück«
forderungsrechr, w'lches der Geber dann erhält, wenn
der Empfänger den Vertrag anerkannt oder erfüllt hat,
der Geber aber die seinerseitige Erfüllung nicht ergänzen
will und darum das Empfangene znrückgiebt, würde ich
Mit von der'Ha gen als ein persönliches ansehen.
— Anders aber würde meines Erachtens die Sache stehen,
wenn nach der gewöhnlichen, auch von von der Hagen
angenommenen Meinung bei theilweiser Erfüllung der
Geber ganz unabhängig von dem Entschlüsse deS Empfän-
gers, selbst nach erhaltener Gegenleistung, die Sache
zurückfordern könnte. Man sucht bei dieser Voraussetzung
vergeblich „ach einem Grunde für den Eigenthumserwerb.
Das willkührliche Rückforderungsrecht würde eiir Zeichen
seyn, daß hier auch die in der Tradition liegende Willens-
äußerung ohne Rechtsbestand bleibe; es würde dasjenige
Anwendung finden, was oben unter Nro. 1. bemerkt ist.
Darauf würde auch der geschichtliche Zusammenhang

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