Full text: Volume (Jg. 7 (1841))

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§. 159. Kann er dic empfangene Sache in dem Stande,
in welchem sie zur Zeit der Uebergabe sich be-
funden bat, nicht zurückgeben und will doch
den mündlichen Vertrag nicht erfüllen, so muß
er den mündlich verabredeten Werth ersetzen.
§. 160. Ist kein Werth verabredet, so muß derjenige,
welcher die Sache zur Zeit der Uebergabe ge-
habt hat, ausgemittelt und ersetzt werden.
Man darf wahrlich fragen, ob denn wohl der aller-
leichtsinnigste Arbeiter diese Aenderung habe vornehmen
können, wenn er dasselbe Prinzip beibehalten wollte, wel-
ches vorher so bestimmt ansgesprochen 'und entwickelt
war? — Etwas muß doch mit der Aenderung be-
zweckt seyn. Blos die deutlichere Fassung war der Zweck
nicht, das zeigt der Augenschein. Im Materiellen hat
man ändern wollen. Mir däncht, es ist sofort kar, daß
es eben auf den Hauptsatz, das Reurecht des Gebers,
abgeseben gewesen. Früher so bestimmt ausgesprochen,
ist dieses jetzt ganz mit Stillschweigen übergangen und
dagegen nur noch von einer Wahl des Empfängers die
Rede. Es ist völlig unbegrriflich, wie Borne mann,
nachdem er S. 482 — 488. a. a. O. alle die Erör-
terungen über das Reureckt des Gebers selbst berichtet
hatte, noch auf de» Gedanken hat kommen können, die
Auslassung einer ausdrücklichen Erwähnung dieses Reu-
rechts S. 500. a. a. O. damit zu erklären, daß die
Befugniß beider Theile zum Rücktritt stillschweigend
vorausgesetzt sey. — Man hat dem Geber das Reu-
und Rückforderungsrecht entziehen wollen; jeden Zweifel
dagegen beseitigt die folgende Erwägung:.

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