Full text: Volume (Jg. 7 (1841))

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war. Es ist also um so weniger anzunehmen, daß im
November 1801 ihm diese fides beigewohnt habe, da nicht
nachgewiesen, daß er nach dem 0. Juli 1801 bis zum 18.
Novbr. 1801 von neuem vereidet, dies auch völlig un-
wahrscheinlich ist, da nach dem Rescripte vom 9. Juli 1801
die Organisation Vorbehalten und nicht wohl anzunehmen
ist, daß sie bis zum 18. November 1801 erfolgt sey.
Daß nun auch und gerade bei Testamenten, die
auf dem Lande aufzunehmen waren, der Richter in Bur-
bach verfassungsmäßig, d. h. nach dem Wille» des Lan-
desherrn und der Aufsichts - Behörde allein zu handeln
befugt war, läßt sich ganz unwiderleglich darthun. Das
erst durch die Nach-Jnstrnction zum Vorschein gekommene
anerkannte Anstellungs-Patent für den Amts-Verwalter
Krumm d. d. Dillenburg den 12. Juni 1790 besagt
ausdrücklich, daß ihm die Utililäten von Verfertigung der
Testamente außer seinem Wohnorte auf dem Lande allein
zugcsichert sey» sollten
Damit stehen mehre von der Regierung zu Wies-
baden zu dem Prozeß S ch n tz gegen Meinhard vor
gelegte in vidimirter Abschrift bei jenen Akten besindliche
Berichte und Rescripte der früheren Landes-Regierung
ju Dillenburg in Einklang.
Ter Ämtsschreiber W ö r n e r hatte sich in der Vor-
stellung vom 25« August 1791 über Verkürzung seiner
Gebühren beschwert, unter Anderen auch darüber, daß
der Amts-Verwalter Krumm ihm die Gebühren für die
Mitwirkung bei Privat,Testamenten verweigere. Darauf
rrscribirte die Dillrnburger Regierung unterm 3. Januar
1792:

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