Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 7 (1841))

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Burbach unter Verurtheilung der Appellanten kn die
'Kosten dieser Instanz und 5 Thlr. Succumbenzstrafe
zu bestätigen sey.
Von Rechts wegen.
Gründe.
Maria Katharina Bottenberg war verheirathet
mit Hermann Schmidt zu Mittel «Wilde. Sie starb
kinderlos im Jahre 1824 und hierließ als nächste Bluts,
verwandte die sechs Kinder von zweien vor ihr verstor-
benen Geschwistern, Sophie und Daniel Bottenberg.
Im Besitze ihres Nachlasses befinden sich die fünf Kinder
ihrer verstorbenen beiden Stiefsöhne, Johann Jacob und
Johann Heinrich Schmidt. Bereits im Jahre 1811
hatten die Eheleute Herrmann Schmidt und Maria
Katharina B o t t e n b e r g den Haupt-Bcstandthcil ihres Der»
mögen» ohne Unterscheidung an ihre beiden Söhne resp.
Stiefsöhne Johann Jacob und Johann Heinrich Schmidt
vor dem damaligen Amtsschreiber und'Assessor Dilthey
und zweien Zeugen abgetreten. Bei diesem Uebcrtrage
war bestimmt, daß nach dem Tode der Eltern alle wei-
tere Untersuchung wegen mütterlicben oder errungenschaft-
lichen Vermögens weafallcn, dasselbe vielmehr als väter-
lich den beiden Söhnen zu gleichen Thcilen zufallen,
die Mutter jedoch nach etwaigem früheren Absterben ihres
Mannes eine näher beschriebene Leibzucht genießen solle.
Die dem Grade nach nächsten Verwandten der Ehefrau
Schmidt sollten jeder 40 fl. erhalten. Dieses Legat
haben sich die Geschwisterkinder der Ehefrau Schmidt
von deren Stiefsöhnen bald nach ihrem Tode auszahlen

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