Full text: Volume (Jg. 7 (1841))

377

schlag gebrachten und nunmehr aufgcgebenen sonstigen
Beweis gleichfalls schon ein Gegenbeweis angetretcn ge«
wesen seyn sollte — er diesen nunmehr ebenfalls auf«
geben mnß, wenn er nicht pro exoriersnäa con-
scientia Beweis führen will.
Demnach dürfte es schlechterdings irrig seyn, wenn
Piners meint, es sey etwas Eigcnthümliches des even«
tuellen Eidesantrages und des dabei von mir alS
nothwendig bezeichnten Verfahrens, daß der Producent
dadurch den Produkten solle in die Lage bringen dürfen,
von seinem Gegenbeweise keinen unbeschränkten Gebrauch
zu machen Es kann dies durchaus nichts Auffallendes
haben, müßte vielmehr im Gegentheil höchst auffallend
seyn, wenn es sich anders verhallen sollte. Denn der
eventuelle Eidesantrag muß — so fern in ihm ein
Eivesantrag liegt — die naturgemäße Wirkung eines
solchen nothwendig äußern, und es kann so wenig hier
wie dort eine Unbilligkeit oder Härte darin gefunden
werden.
Es ergiebt sich indessen noch etwas Mehrercs. Herr
l)r. Sommer und Herr Pincrs sagen, Beweis und
Gegenbeweis bilde ein Ganzes, und der Letztere knüpft
hieran die Behauptung, Beweis und Gegenbeweis müsse
erst ausgenommen, und dann nach dem Resultate, welches
sie gemeinschaftlich ergeben haben, vom Richter geprüft
werden, ob der eventuell deferirte Eid zufolge §. 288.
noch zulässig fty. Jener Satz, auf den diese Folgerung
begründet werden soll, ist an sich richtig, aber ich laugne,
daß er hier am Orte sey, und diese Folgerung rechtfertige.
Es handelt sich nämlich hier nicht darum, ob, wenn

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer