Full text: Volume (Jg. 7 (1841))

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Allein da der Verkauf zu Nutz und Behuf des
heiligen Aleranderö geschah und diesem ausdrücklich frei
gestellt wurde „se to slkten mit deuste und bede" wie
cs in einem Kaufbriefe von 1445 heißt, so ist eS er-
klärlich, dckß der Abt, anders denkend als der von St.
Quirin, diese unfreien Hörigen, den freien Altarzinsigen
beirechnete, ohne sie der Dienste zu entheben, welche sie
alS eigentliche WachSzinsige nicht hätten .zu leisten brauchen
und daß umgekehrt die freien WachSzinsigen, in der Ver-
mischung mit jenen dienstbaren Hörigen, diesen allmählig
immer gleicher gesetzt wurden, bis der Abt durch Ver-
mählung dieser beiden Hörigkeit-Kathegoricn, die dritte
der Leibeigenschaft erzeugte. Die Geschichte der
Hörigen deS Klosters, wird dieses lehren.
XIII. ihre Geschichte.
Um daS Jahr 1500 wurde ein Verzeichniß der
Verstorbenen auS der Schutzhörkgen-Familie des heiligen
Alexanders angelegt. Dasselbe zählt fünf Grafschafter
Aebte, viele Mitglieder des Ministeria!-Adels dortiger
Gegend und mehre Ritter, unter denen auch einzelne
Personen aus der edlen Familie der Erbvögtc, sodann
eine ganze Reihe gemeiner Hörige», auö den in den Re-
versalen der Erbvögte gedachten Geschlechtern. Sie alle
suchten und fanden Schutz bei ihrem gemeinsamen Pa-
trone, so lange der Zauber des Anathems dauerte, womit
der heilige Anno, Stifter des Klosters, die Frevler
verflucht hatte, welche sich an dem Eigeuthume St.
Alexanders vergreifen würden Es bedarf wohl kaum
der Bemerkung, daß diese älteren WachSzinsigen ihren

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