Full text: Volume (Jg. 7 (1841))

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beste Kleid der Kirche hmteklassen, der übrige Nachlaß
aber an die Verwandten fallen, und von den übrigen
Mitgliedern der Familie, gar kein Sterbfall eutrichtet
werden solle.")

X. Summaricu.
Auö diesen Urkunden-Auszügcn geht hervor, a) daß die
Dienstpflicht der Wachszinsigen nicht bestimmt, in den
meisten Fallen kaum berührt wurde; entweder, weil sie sich
von selbst verstand oder vielmehr, weil eine solche
Pflicht gar nicht eristirte. Nur der herrische Graf
Friedrich der Streitbare von Arnsberg, bedingt sich von
den Wachszinsigen, daß sie ihm und seinem Kapellan fide-
liter obediant, was aber grade noch keine Dienste,
kein servitium ilivvlvi'rt; wofür auch der vorhin ge-
dachte Wcchselbrief Graf Adolfs v. d Mark von 1337
spricht. Sie selbst betrachteten sich als freie Leute und
zwar nicht mit Unrecht, weil z. B. bei der im Jahre 1074
durch Erzbischof Anno II. vorgenommcnen Berthe,' lung, der
von Graf Eberhard v. Kleve, zur Erbauung des
Klosters St. Quirin in Neus hergcgebcncn Güter,
ausdrücklich gesagt wird: servi autem— qui pro-
prii homines dicuntur — manumissi sunt et
effecti cerocensuales— pro duobus de-
nariis annuatim solvendis ab eorum quolibet
eidem ecolesie, ita quod in obitu uniuscujus-
que ipsorum, sive masculus fuerit siv.e femina,

»») Seibertz I. N. «r,

15'

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