Full text: Volume (Bd. 57 = 2.F. 21 (1910))

5. Schuldübernahme

III.

Nachdruck verboten.

Schuldnbcrnahme.
Von Emil Strohal.
Einleitung.
Als sich infolge der durch Berthold Delbrücks Schrift:
Die Uebernahme fremder Schulden nach gemeinem und preu-
ßischem Recht (1853) gegebenen Anregung um die Mitte des
vorigen Jahrhunderts eine Theorie der Schuldübernahme zu
entwickeln begann, legte man dieser den Sachverhalt zugrunde,
daß der auf Eintritt des Uebernehmers in die Schuld des Alt-
schuldners. oder, wie man zu sagen pflegte, und mitunter auch
heute noch sagt: auf „Schuldübertragung"i) gerichtete
Vertrag zunächst ohne Mitwirkung des erst später hinzutretenden
Gläubigers zwischen dem Altschuldner und dem Uebernehmer
geschlossen werde. Hierin den von ihm sonst mehrfach ver-
lassenen Spuren Delbrücks folgend, hielt insbesondere
G ürgens (vergl. dessen Abhandlung: Die Singularsukzession
in die Schuld, in IheringsI. 8, 221 ff.), der die dogmatischen
Grundgedanken der auch heute noch vorherrschenden Theorie
der Schuldübernahme zuerst entwickelt hat, zur „Schuldüber-
1) Bergt, außer den im Texte Genannten etwa noch Windscheid,
Die Actio des römischen Zivilrechts (1856) S. 202ff., und von den
Neueren besonders v. Blume, Novation, Delegation und Schuldüber-
tragung (1895), der S. 39 ff. auf die Wahl des Ausdruckes „Schuldüber-
traqung" besonderen Wert legt.
LVII. 2. F. XXI.

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