Full text: Volume (Jg. 15 (1852))

70. Juristische Zeitläufte : (Fortsetzung.)

(»71

LXVI.
Juristische AeiUSnste
von
Sommer.
(Fortsetzung.)
34.
^iePreußischenDerfassungszuständrsind
auf dem Wege, sichzuconsolidiren- Mancher, der
das gegenseitige Mißtrauen der Jetztzeit, die Ucberbcbung
der Einen, den Grimm der Anderen, vor Augen hat, wird
diese Wo-te für wenig ernstlich gemeint halten. Und doch
sind ste es- Nicht was die Götter als Glück in des Men«
schen Schooß schütten, macht ihn groß, sondern vorzüglich
nur, was er selbst im Kampfe (der Meinungen) erringt.
So mußte denn die Frage über die Ausführung der Ge.
meindr.Ordnung uns den Fortschritt im Derfassungsleben
anbahnen. Die Gemeinde-Ordnung v. 11. März 1850
fand in der Ausführung Schwierigkeiten, von unten und
von oben. Ste war doch eigentlich nichts, als eine neue
Auflage der Städte.Ordnungen v. 1808. und 1831. und
hatte vorzüglich nur darin eine Aenderung, daß sie den
Schwerpunkt der Städteleitung mehr in den Gemeinde-
Rath, alö in den Magistrat (Gemeinde-Vorstand) legte.
Das Unglück war so sehr groß nicht; wer die Ent.
Wickelung der deutschen Städteverfaffung kennt, weis
daß mit dem Abnehmen der Geschlechter die Gewalt immer
mehr an die Erwählten der Bürgerschaft gekommen war,
XV. 2»hr^„z, 4. Heft. 44

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