Full text: Volume (Jg. 15 (1852))

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verlangt vom Berklagten Befreiung von der Bürgschaft
und Löschung der dafür konstituirtcn Hypothek, da seit der
unentgeltlichen Bürgschaftsleistung mehr als Ein Jahr ver-
flossen sei. Indem sie dem Berklagten den Eid darüber
deferirt, daß sie ihn zur Befreiung von der Bürgschaft
aufgefordert habe, obgleich sie diesen Eid selbst für uner-
heblich halt, da Verklagter schon durch die Klage m mora
sei, hat sie darauf angctrageu:
den Verklagten für schuldig zu erklären, sie von
der Nealbürgschastsverbiudlichkeit zu befreien und
demgemäß die Löschung der dafür zu Gunsten des
Gläubigers Anton Verse zu Melbecke für dessen
Kapital von 150 Thlr. nebst Zinsen und Kosten
ex oliligaliouc vom 17. Cctebcr 1848 auf die
Immobilien v«,l. l. fol. 154. rcsp. Vol. l tol. 1l.
und II. des Hypolhekenbnchs von Förde konsti-
tuirten Hypothek zu erwirken.
Der Verklagte bestreitet, daß er aufgefordert sei, die
Befreiung von der Bürgschaft zu bewirken. Er hält diese
Aufforderung aber auch für unerheblich, weil die Zeit, wann
sie stattgefunden habe, nicht angegeben sei, und ist der
Ansicht, daß hier eine Kündigungsfrist von Einem Jahre,
mindestens aber eine der Frist der Kapitalskündigungen
glcichkommende zu beobachten sei, ehe Befreiung von der
Bürgschaft verlangt werden könne.
Unter event. Acceptation des deferirten Eides hat er
Abweisung der Klage beantragt.
Durch Erkenntniß der ersten Abtheilung des König!.
Kreisgerichts zu Olpe vom 19. September 1851 wurde
Klägerin, unter Berurtheilung in die Kosten, mit ihrer
Klage zur Zeit abgewicsen. In den Erkenntnißgründen
wird auögefüyrt, daß es sich hier um eine fortwährende
Verbindlichkeit handele und es zweifellos sei, daß nach
§§. 359. 360. I. 14 des A. L.ZR. der Hauptschuldner

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