Full text: Volume (Jg. 15 (1852))

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Jagdscheine versehen. Ausländern kann ein solcher Schein
nur gegen Bürgschaft eines Inländers vom Landrathe des
Letzteren crktzeilt werden. Der Bürge hastet für die nach
diesem Gesetze gegen den Ausländer zu erkennenden Stra-
fen, so wie für die Untersuchungkosten. Für jeden Jagd-
schein, der kosten- und stenipclfrci anszinertigen, wird ein
Thaler zurKreis-Commnnalkasse des Ettrahenten entrichtet
und nach den Beschlüssen der >treisvertrctnng verwendet.
Die >!enigl. und (bommiiiialsorst- und Jagktzeamtcn, so
wie die im Privattienste lebenslänglich angesiclltc» erhal-
ten für ihre Schutzbezirle unentgeltlich einen Jagdschein,
worin Roses und für tvelcken Schutzbezirk er gilt angege-
ben werden mns;. — 1f>) Die Jagdscheine niüs'cn versagt
werden a. Personen von denen eine unvorsichtige Führung
des Schießgewehrs oder Gefährdung der öffentlichen Sieber,
heit zn befürchten ist: I,. solchen welche durch Erkeuntniß
des Rechts, die Waffen zu fuhren verlustig crtlärl sind,
unter Polizeiaufsicht stehen oder das Recht die Rational-
kokarde zu tragen verloren haben. Außerdem kennen sie
versagt werden denjenigen die wegen eines Forst- oder
Jagdfrevels oder tvcgen Misbrauchö des Fenergcwehrs
bestraft sind und zwar innerhalb f> Jahren nach verbüßter
Strafe. — 16) Wer die Jagd ansübt, ohne einen Jagd-
schein gelbst zu haben, verwirkt für jede Ucbertrctnng st ~ 10
Thaler. Wer seinen Jagdschein bei Ausübung der Jagd
nicht bei sich führt, eine Strafe bis zu 5 Thlr., wer cs
versucht, sich durch einen nicht auf seinen Rainen ausge-
stellten Jagdschein zu legitimiren ü—10 Thlr. — 17 t Wer
Zwar einen Jagdschein hat aber ohne Begleitung des Jagd-
berechtigten oder ohne dessen schriftliche Erlaubnis bei sich
zu führen, die Jagd in sremdein Jagdbezirke ausnbt, ver-
wirkt 2—5 Thlr. Strafe, wer die Jagd auf einem eigenen
Grundstücke ausübt, auf dem er sie ruhen zu lassen ver-
pflichtet ist 10—20 Thlr. und die Confication der gebrauch«

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