Full text: Volume (Jg. 15 (1852))

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"Dock wird auch der neue Besitzer dem persönlich
Berechtigten verpflichtet, sobald erwiesen wer.
den koni!, daß er vor seiner Erwerbung von dem
Rechte des Dritten unterrichtet gewesen/
Der gedruckte Entwurf bestimmte dagegen, der per»
sönlich Berechtigte könne nur von seinem Schuldner
Schadloshaltung fordern, und fuhr dann fort:
„Kann aber Vieser ihm die Entschädigung nicht lei-
sten, und hat er sein Recht zur Sache dem Dritten
vor der Uebcrnehmung bekannt gemacht, so ist er
sich dicserbalb an letzter« zu halten wobl
des u gt."
3» beiden Entwürfen war also eine persönliche Ver-
pflichtung des dinglich Berechtigten gegen den andern
klar ausgesprochen- Snarez oppomrte indes; gegen diese
neue Erfindung. Er wunickte, daß die Theorie des röm-
Rechts beibehallcn werde. Jedenfalls — fuhr er fort -
könne der Efecr der dem dinglich Berechtigten
geichedenen Bekanntmachung nickt darin de»
stehe!', daß '-er Ucbernehmer dem persönlich
Berechtigten insuh-iilliumfürdteSchadloshal-
tung hatte. Man müsse den Effect der Be-
kannt m.a ch u n g n u r d a h in bestimm e n, d a ß so l ch e
den Anderen hindere, ein sus reale auf die
Sache zum Nachtheil des Bekanntmachenden
zu erwerben, und daß also, wenn ihre beider-
seitigen Reckte in Kollistvn kommen, nur auf
die Beschaffenheit derselben, als bloße jura
personalia betrachtet, zu reflectiren sei.
Der Prinzipalantrag dieses Monitums fand keinen
Berfall, wohl aber der eveuluelle, und so entstanden die
88- 5. 6. I. 19. und 25. I- 10-, indem man zugleich in
Betreff der factischen Voraussetzungen auf den ungedruck
ten Entwurf zurückkam.
i». 3-r rtM(, a 4>,(L 29

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