Full text: Volume (Jg. 15 (1852))

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man Holjmangel befürchtete, wenn dem Unfuge nicht ge-
steuert würde. Es wird dann in 33 Paragraphen gehan-
delt 1) von den Schutzbeamten des Forsts, 21 sollen die
Waldberechtigten nur Lagerholz zum Brennen holen, 3) sich
das Bauholz von den Förstern anweisen lassen und für
jeden fruchtbaren alten Baum den sie erhalten, drei junge
pflanzen. 4) In jeder Mark sollen Eichelkämpe ange-
legt, 5) die Ziegen abgeschafft, 6) zur Sparung des Zaun-
holzes lebende Hecken gepflanzt, 7) von Jedem jährlich
zwanzig Weiden und Obstbäume um Wiesen und Gärten
gesetzt, 8) bei Besichtigung der Mast, nichr wie bisher,
einige fruchtbare Eichen und Buchen gehauen und verzehrt,
9) die Bauhölzer zur rechten Zeit gehauen, 10) die Bäume
nicht abgcästet werben, 11) dem Hofherrn soll nicht ge-
stattet sein, zugleich mit seinem Meyer Vieh aufzutreiben,
j2) das Unterholz an Heistern rc. soll nicht weggchauen,
13) die Viehhude eingeschränkt, die Schafhude ganz ans
dem Walde verbannt werden, 14) die Handwerker sollen
nur auf Anweisung Geschirrholz holen, 15) die Zcichen-
löser gleich den Beerbten, ihr Holz aus Leiterwagen bei
Tage abfahrcn, 16) keine Hopfenstangen und Latten in
den Marken hauen. 17) Die Kötter nur Brandholz lesen,
18) kein Unterholz soll zum Salzüeden verbraucht werden,
19) die fl eien Sündern bleiben dem Churfürsien Vorbe-
halten, 20) alles Laubstreifen ist verboten, 2k) jeder Be-
erbte soll in seiner Mark hüten und bauen, 22) an Fest-
tagen aber Niemand zu Walde fahren, 23) alle Schling-
und Schlagbäume sollen im Stande gehalten, zu gehöriger
Zeit geöffnet und geschloßen, 24) li: Holzgerichte jährlich
gehalten, 25) die Geldstrafen eingezogen und mit dem
Holzwerthe, nach Abzug eines Orths-Thalcrs für den
Denunzianten, zum Brüchtenregister verrechnet werden,
26) das gefrevelte Holz soll gepfändet und gegen diejenigen,
welche sich der Pfändung widersetzen, nach der Reichs-

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