Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 15 (1852))

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heit des Grundstückes gleichsam nothwendige betrachtet
werden muß. Da nun bei Servituten die Vermuthung
für diejenige Art der Ausübung, die dem Eigenthümer
am wenigsten lästig ist, streitet und der Berechtigte un-
gewöhnliche dem Eigenthümer zur Beschwerde gerei-
chende Arten der Ausübung sich nicht anmacßen kann,
so erscheint das Verlangen des Klägers, daß Verklagter
seinen Hofraum stets offen halte und den Schlagbaum
wegschaffe, offenbar frivol. (Allg. Landr. I-, 19. §. 15.
21. Seufferts und Glücks Blätter für Rechts-An-
wendung Th. IV. S. 33.) Es ist dies in dem vorlie-
genden Fall um so einleuchtender, als dem Kläger, wie
aus §. 1. des Vergleichs v. 3. Juni 1839 zu entnehmen,
bei Ueberschluß des Vertrages die Absicht des Verklagten,
seinen Hof einzäunen zu wollen, genügend bekannt war.
Eine Einzäunung des Hofraums ohne Verschluß würde
aber ganz zwecklos sein.

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