Full text: Volume (Jg. 15 (1852))

flen nicht immer beiwohnen, daher kommt die Presse
eben recht, um ihren Missionsdrang zu befriedigen. —
Berlin erscheint nun allerdings durch diese Masse von
Verbrechen, die es in seinem Schooße birgt, nickt eben
in einem rosigen Lichte. Viel, viel Schmutz, umgibt
uns. Dock cs handelt sich auch um die Schattenseite
von 400/000 Seelen, die durch ihr Zusaunnendrängen
auf Einen Punkt wenigstens nicht tugendhafter gewor-
den. Einzelne Fälle sind sehr interessant; die Mehrzahl
Kat natürlich nur örtliches Interesse. — S. 72 finden
wir einen civilrechtlichen Fall. Ein Parsümcriehändler
und Friseur batte sich durch öffentliche Ankündigung zur
Zahlung von 50 Thlr. Strafe verpflichtet, wenn nach
dem Gebrauch eines von ihm empfohlene» Oels das
ausgegangrne Haar nickt von neuem wachsen sollte.
Nachdem die Geduld eines solchen haarlosen Oel.Käu«
fers ersä öpft war, klagte er auf die Strafe, ward aber
auf Grund des §. 55. A. L. R. I. 4. abgewicsen, weil
die Aus>etzung der Prämie nicht ernstlich gemeint ge-
wesen, sondern nur den Zweck gehabt, das Haaroel vor-
theilhast zu verkaufen, nicht aber, Anderen Gewinn zu
verschaffen. Herr Loeb zu Cöln, der sein L:n> de Lob
unter einer Eonventionalstrase von 10,000 2ch!r ausbic-
tct, muß auch dieser Meinung lein. Natürlich ist hier
nicht der Ort zu weiteren Auszügen. — Las Inter-
esse der Zeitschrift ist allerdings kein blos örtliches.
Der Preis für wöchentliche 2 Nummern — fast immer
1 Bogen — ist ein sehr billiger. Die Redaktion ist
gut. —

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