Full text: Volume (Jg. 15 (1852))

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Gründe
Die Klägerin gründet ihren Antrag: die Verklagten
für schuldig zu erklären, an sie das «ul» Flur II. J\y
182 der Steuer-Gemeinde Feuersbach belegene Haus
nebst Zubehör gegen Konferirung einer Summe von
464 Thalern in die Nachlaßmasse des Johann Jakob
Bohn, herauszugeben, auf den Vertrag vom 30. August
1828, indem sie denselben für einen im Sicgen'schcn ge-
wöhnlichen Einbestattungsvertrag ansieht, während Ver-
klagte behaupten, daß er nach seinem Inhalte ein Erb-
vertrag, dieser aber ungültig sei, weil er von dem Amt-
mann Seel, ohne Zuziehung eines Protokollführers,
ausgenommen, daher der Johannes Jakob Bohn befugt
gewesen wäre, mit ihr, der Verklagten, in dem Vertrage
vom 14. Januar 1834 anderweit über das HauS nebst
Zubehör zu contrahiren. Das Königliche Krcisgcricht
zu Siegen ist der Ansicht der Verklagten beigctrcten und
hat Klägerin durch Erkenntniß vom 13. September >850
abgewiesen. Diese hat dagegen appellirt. Es mußte
indeß bestätigt werden. Der Vertrag vom 30. August
1828 lautet wörtlich:
»Erschienen heute freiwillig aus gewöhnlicher
Gerichtssitzung der Landmann Johannes Jakob
Bohn mit seiner Tochter Agne>a Bohn (Mutter
und Erblasserin der Klägerin) aus Feucrsbach.
Letztere im Beistände ihres Verlobten, des Jo-
hannes Jakob Daub von Breitcubach und gaben
an, daß sie folgenden Hausanschlags «Vertrag
miteinander verabredet hatten, welchen sie zum
gerichtlichen Protokoll erklären wollten: Eo
sichere Johannes Jacob Bohn seiner Tochter
und deren ehelichen Leibescrben aus das von
,hm herrührende Wohnhaus zu Hcuersbach u. s. w

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