Full text: Volume (Jg. 15 (1852))

213

solvuntur— redditus pullorum decimaliani — jurisdic-
tionem quae vulgariter dicitur burgerichle — advoca-
ti a in in Hüsten et Heitlnisen et super homines ecclesiae in
INeheim — item piscaturam seu jus piscandi in iluminc
dicto Rura (wird den Grenzen nach genau beschrieben) —
jurisdictionem holtge richte in Wildeshusen et j u r a
glandium, octo currus qui vulgo dicantur Warwegene
seu jus recipiendi et ducendi ligna cum curribus anledictis.
Hierauf felgen ähnliche Zehnt-Vogtei - und Holzgerecht-
same zu Eimer (Kmberen) Hüsten, Herdringen u. s. w. dann
noch einige Höfe zu Bruchhausen, Eimer, Wtcheln, Herdrin-
gen und Neidern, welche er anderen nach Ministerial-
rech te untergethan hatte und hierauf schließt er: cum suis
juribus — ministerialibus, vasallis hominibus, servis, servi-
tutibus, pratis, pascuis, paludibus, aquarum decursibus, sal-
tibus, viis, stagnis et simpliciter cum omnibus juribus231).
Nirgend aber kommen aquae und nirgend silvae oder nemora
vor. Beides, Wald und Wasser gehörte nämlich dem Grafen
von ArnSberg, der hier den Forstbann vom Kaiser zu Lehn
trug; deshalb halten die Edlen von Ardey im gräflichen
Dannferstbezirke zwar wohl paludes, aquarum decursus und
stagna aber keine aquas und es mußte das jus piscaturae
auf der Ruhr, dem fremden gräflichen Wasser, als beson-
deres Recht herausgehoben werden; deshalb hatte er zwar
wohl einzelne Holzgerechtsame im gräflichen Bannforste als
Markenrichter, aber keinen eigenen Wald, keine silvas et ne-
mora und darum kennte and) von keiner Jagd als Nutzung
derselben die Rede sein. Nur als Lehnmaun des Grafen,
nicht des Erzbischeses, hätte er diese Rechte erwerben können.
Der Erzbischof kennte nicht mehr verleihen als er selbst von
des Grafen Verfahren erhalten und diese hatten den Forst-
bann nicht abgetreten.
231) Seibers n. a. O. II. Nro. 538.

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer