Full text: Volume (Jg. 1 (1834))

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damit nach seinem Wohlgefallen nicht schalten und
walten, vielwem'gcr das fruchtbare Holz gänzlich
ruiniren dürfe, ich sehe jedoch aber auch-nicht ein,
wie man das dominium des Gutsherrn so sehr rin-
schränken könne, daß selber aus diesem Gehölze nicht
wohl das eine oder andere Stück (wenn das Erbe
nvthdnrftig damit versehen ist und bleibt, und es dem
Nießbrauch zu keinem besonderen Abbruche gereichet)
für sich und seiner eigenen Nothwendigkeit soll hauen
lassen können, sondern dieserhalb, wie Einige dafür
halten wollen, dein, Eigcnbchörigen Abtrag und Er-
stattung thun müssen, da doch inter dominium et
usumfructum ein großer Unterschied obwaltet.
„ In der Osnabrückschen Eigcnthums» Ordnung
Cap. 15. §. 12. in fin. ist deutlich versehen, daß,
sofern der Gutsherr ein Stück Holz nöthig hätte, dem-
selben solches vom Erbe hauen zu lassen frei stehe,
und finde neben 'dem apud
Ludolff de jure foemin. illustr. p. 2.
cap. 19. §. 2. in Not. lit. a,
daß derselbe ad quaestionem, an domino ligna
succidere liceat, ex sylva in qua alteri jus
est constitutum ? exKrebsio de ligno et lapide
Cap. \, sect. 6. §. 2. et 6. solches affirmire,
si utrique ligna sufficiant."
Das warm also die Gründe, für diesen wichtigen
§.• 4.! Des Beweises, daß der Gutsherr die Colonat-
Waldungen nicht devastiren dürfen, bedurfte es nicht;
wohl aber hätte sich der Verfasser die Frage vorlegen
solle», wie' der Gutsherr zu dem Rechte komme, r.aS

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