Full text: Volume (Jg. 1 (1834))

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Muß solcher Pflichttheil nun von der statutarischen
Quart gegeben werden, so ist das Object bestimmt ge-
nug, wonach er zu bcrcchuen. Die Gütergemeinschaft
löst sich dann, weil die Ehe kinderlos, mit dem Tode
auf. Haftet er aber auf der gauzen Trasse (a. 31. B.)
so werden folgende Rücksichten entscheiden. So lauge
der Erblasser lebt, von dessen Vermögen das Pflichttheil
verlangt wird, giebt es keinen Nachlaß desselben; dieser
entsteht erst durch seinen Tod und die Größe des Ver-
mögens zur Tvdeszeit bestimmt den Pflichttheil.
Dieses Vermögen befindet sich nun zwar in der Güter-
gemeinschaft und cs kann' eben deshalb, wenn Kinder
vorhanden, nicht einseitig testamentarisch, auch nur über
einen Theil desselben verfügt werden, indem die Kinder
die Gemeinschaft mit dem Ueberlebende» fortsetzeu, derm
Ansprüche also die ganze Masse eben so affizireo (§. 13.)
wie die des überlebenden Gatten; allein da im frag-
lichen Falle voll Ansprüchen die Rede, welche ay und
für sich früher begründet waren, als die Communion,
so bleibt, wenn solche Noch erben nicht mittelbar durch
die Folgen der Gütergemeinschaft rechtswidrig ent-
erbt werden sollen, nur übrig, sie von demjenigen ab-
zufilldcn, worauf ihre 3lnsprüche ursprünglich haften,
nämlich voir dem Vermögen des Gatten, der ihnen den
Pflichttheil schuldig ist und da dieses, allen Analogien
des Rüdener Statutarrcchts zufolge, in einer idealen
wiewohl unabgechciltcn Halste des gemeinschaftlichen Ver-
mögens besteht, (§. 14.) von dieser Hälfte. Hiervon
muß der Pflichttheil berechnet und dem Ganzen abge-
setzt werden, so daß nur das Uebrige in die prorogirte
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