Full text: Volume (Jg. 1 (1834))

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der Verwaltung, als im vorigen Falle. Sollte sie in«
defi die Grenzen dieses Wirkungskreises überschreiten, so
kann ihr der Mann den Borg, etwa durch eine öffcnt«
liche Bekanntmachung, untersagen.
3) Wenn die Frau Schulden gemacht hat, wo-
durch das gemeinschaftliche Vermögen erweislich ver«
bessert worden; jedoch nur, so weit die Verbesserungen
reichen. Nach dem Grundsätze: ne quis cum dnnmo
alterius locupletior fiat.
4) Wenn der Mann, ohne wegen des Unterhalts
seiner Familie oder des Betriebs seines Gewerbes hin-
reichende Verfügung getroffen zu haben, sich entfernt
und so lange abwesend ist, daß die Frau, zum Zwecke
der gemeinen Administration, welche ihr dadurch von
selbst zufällt, lästige Verträge eingchen muß. Dasselbe
ist der Fall, wenn er durch anhaltende Krankheit außer
Stand gesetzt wird, die zur Vermögens «Administration
nöthl'gr'n Anordnungen zu treffen. c9) Jedenfalls würde
eilt solches Geschäft nicht vom Mit-Contrahentcn, son-
der» höchstens vom Manne, insofern es die Administra-
tionsbefugm'p der Frau überschritte, angcfochten werden
können. 70D
5) Wenn die Frau durch unerlaubte Handlungen
Schadenersatz,/ Kosten und Geldstrafen verwirkt hat, so
ist das Sammtvermöge» dafür haftbar. Dieser Grund-
satz erleidet jedoch von den Theoretikern mancherlei An-
fechtung» Einige sind der Meinung, daß für Obliga-
") Phillips S. 166.
1*) Pilsen dorf obs. T. 4. obj. 3i.

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