Full text: Volume (Jg. 1 (1834))

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Nur wechselseitige Schenkungen der Eheleute unter
sich, sind in der Gütergemeinschaft undenkbar. Tie Ehe«
leute können sich nichts schenken, was sie nicht schon
hätten. Was die Frau dem Manne schenkt, das hat
er schon vermöge des mundii; was er ihr schenkt, das
fällt ihm vermöge desselben wieder zu. Sic haben bei-
de, was sie von einander haben können. c3>
§. 11.
C. Schulden.
Das über die Derwaltungs- und Veräußerungsbe-
fugniß des Mannes überhaupt Gesagte, findet insbeson-
dere auch Anwendung, auf die von ihm contrahirten
Schulden und Verpfändungen. Tie uniformste Praris
ist darüber einverstanden, daß der Mann unbedingt und
allein das Recht hat, auf das Sammtvermögen einseitig
und mit Erfolge Schulden zu contrahiren. 64) Allein
je folgerechter diese Praris ist, desto unbegreiflicher bleibt
cö, wie man die Gültigkeit der km vorigen Paragraph
näher bezeichneten Acte der Liberalität des Mannes, von
der hinzutretcnden Einwilligung der Frau will abhängig
machen könne». Die einfache Form einer Schuld- und
Pfandverschreibung reicht hin, die Nichtigkeit all dieser
Ausnahmen von der wohlbegründeten Regel anfzudecken.65)
not, wenn sie solche auch als von ihr selbst gemachte
nach dem Gesetze (I. 11. §. 1089 u. fgd.) hätte wider-
rufen können. Inzwischen gilt der angezogene Titel nicht.
**) Wigand §. 32. Phillips S. 170.
") Danz zu Runde B. 6. S. 375. Wigand §. 21.
“) Da» 31. L. R. verbietet zwar II. i. §. 378 u. 379
die einseitige Verpfändung des Gesammtgukes durch de»

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