Full text: Volume (Jg. 1 (1834))

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dem Schuldner über die in Beschlag genommenen Sachen
verhandelt haben (Mg. L. R. Th. I. Tit. 16, §. 38.39.
Tit. 120. §. 10.), gehört zur vorliegenden Frage nicht,
und kann auch dann eintreten, wem die Bekanntmachung
an den Schuldner schon erfolgt war. Da das Pfand-
recht durch die richterliche Verfügung entsteht, so muß
auch deren Datum entscheiden, die erste Beschlagnahme
kann nur die erste Verfügung des Richters seyn. — In
der Anmerk. 54. (S. 74. 75.) untersucht der Verf. den.
Zeitpunkt der Entstehung der Forderung, und nimmt hier
bei Verbindlichkeiten aus unerlaubten Handlungen den
Moment der unerlaubten Handlung als den, auf welchen
die Forderung auf einen später sich offenbarenden Scha-
den zurückbezogen werden muß, und leitet hieraus die Be-
hauptung ab, daß bei den Ansprüchen der außerehelich
Geschwächten oder eines unehelichen Kindes der Lag der
Schwängerung entscheiden müsse. In diesem Punkt sind
wir rücksichtlich der Alimente anderer Meinung, da der
Vater diese nur von der Geburt an verschuldet und vier-
teljährlich vorausbezahlen muß. Die vorausgegangene
unlöbliche Handlung macht es möglich, daß mit der Ge-
burt die Alimentations-Verbindlichkeit entsteht, erst jetzt
ist die Verbindlichkeit perfekt. Es würde ja sonst auch
schon das Kapital sämmtlicher Alimente als mit dem
Tage der Schwängerung entstanden zu betrachten seyn!
Mit den, roncipirten Kindern zu. erhaltenden, bür-
gerlichen Rechten hat übrigens diese Frage keine Ver-
bindung.
Zum §. 20. nimmt der Verf. (S. 60.) richtig an,
daß die Kosten des Vcrtheilungö-Verfahrens außer dem
-förmlichen Concurse oder dem rrbschaftlichrn Liqm'dationS-

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