Full text: Volume (Jg. 1 (1834))

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Repräsentanten des Erblassers (?. R. Th. I. Tit. 9,
§. 350) Dieses bleibt der Nachlaß selbst so lange,
als er nach den Grundsätzen des Preußischen Rechts
noch eine abgesonderte, juristisch für sich bestehen-
de universitas jnris ausmacht, so lange er noch
nicht mit dem Vermögen des Erben vermischt ist, so lange
der Erbe nur noch ein eingeschränktes, durch die Rechte
der Gläubiger bedingtes, Eigcnthnm am Nachlasse hat,
uud ihn, ihn Beziehung auf diese, nur verwaltet, L. R. 1.
9. §. 440. 444., das heißt, so lange der Erbe selbst
das bleibt, was er nach Preußischem Rechte ur-
sprünglich ist: Erbe mit Vorbehalt,
§.413.420.42!.
Er bleibt dies, wenn er nur nicht auf die Bcnefizial-
Erben Qualität ausdrücklich verzichtet,
§. 414.
oder die Einrichtung des Inventarii versäumt.
§. 422 — 427..
Die Thcilung des Nachlasses bewirkt, wie gesagt,
eins Veränderung der Rechtsverhältnisse der' Gläubiger
an urd für sich nicht, und somit hastet der thcilende Mkt-
rrbe auch dann, vorausgesetzt, daß er Benefi-
zial-Erbe geblieben, nur auf Höhe des erhal-
tenen Erbanthcils für das Ganze, es sey denn,
daß durch die im §. 137 ff. vorgcschriebcnc Procedur die
so begrenzte Solidar-Verbindlichkeit eine obligatio pro
rata (nach Verhältniß des Erbtheils) geworden.
Haben aber Miterbcn oder auch nur einer derselben
— wie km vorstehenden Falle die Appellantin — die
Bcnefizial - Erbe» - Eigenschaft verloren, da«« ist der

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