Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 1 (1834))

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und Thür geöffnet, indem die Gläubiger von der Schichtung
selten etwas erfahren, mithin nicht einmal im Stande sind,
sich zu sichern, und der durch die Schichtullg verarmte
Ehegatte allenfalls bei seinen wohlhabenden Kindern Zuflucht
und Unterstützung findet.
Steht nun nach dem Bisherigen die Haftbarkeit der
Verklagten für die Schulden der Gemeinschaft an sich fest,
so ergibt sich das Verhältniß, in welchem sie zur Berich-
tigung derselben bcizutragcn haben, nach den im §. 661.
1. c. im Bezug genommenen Grundsätzen bei Erbtheilungen
von selbst.
Der Grund ihrer Haftbarkeit besteht in der Thekl-
nahme an der vertheilten Gemeinschaft, ein persönlicher
Schuldncrus zwischen den Verklagten und dem Klager liegt
nicht vor. Wie der Vcncfiu'al-Erbe nach §. 134. Tit.
17. I. des Landrechts, und der Theilnehmer einer Gemein-
schaft nach §. 107. iK auch nach erfolgter Thcilnng der
Erb- und Gemeinschaft, nur pro rata und ad vires
portionis den resp. Gläubigern verhaftet ist, so können
anch die Verklagten nur auf Höhe des wirklich Erhaltene»
zur Befriedigung des Beklagten verurtheilt werden. Wen»
daher auch die Halbschcid der klägcrischcn Forderung mit
Hinzurechnung der judicatmäßigen Zinsen bis jetzt mehr
als das mit Arrest bestrickte Abdicat der Verklagten be,
tragt, so kann ihre Beitragspflicht über den Betrag des
Letztem hinaus nicht erstreckt werden.
Dieses müssen sie aber eventualiter ganz opfern.
Verklagte wollen zwar eventualiter nur das heraus-
geben, was ihnen bei der Schichtung vom 20. October
1825 zu viel zugetheilt ist. (fol.82.) Hiernach betrug

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