Full text: Volume (Jg. 1 (1834))

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2) Jagdrechte sind in der Regel subjektiv dinglicher
Natur. Das berechtigte Subject ist das Gut- dem das
Jagdrecht anftebt, nicht die Person des Gutsbesitzers.
Folglich kann 'dieser auch nicht' unmittelbar, sondem nur
Mittelbar durch Verfügung über das Gut- über das am
klebende Jagdrecht disponkren. Es kann um-so weniger
von einem Gute abgetrennt und einem andern bekgegeben
werden, als das Recht dadurch-an sich selbst eine Aende,
rung erleidet. - : -
Ware dies aber nicht der Fall (wie denn in der
That.unlängst düs Oberlandesgericht zu Münster von
einem adeligen Gute, dessen Besitzer das Jagdrecht separatkm
verkaufte, auf den Grund dieses- Kaufs dasselbe im Hy,
pothekenbuche abgeschrkeben und zum Hypothekenbuche des
Untergerichts verwiesen hat), so bilden diese Gerechtigkeiten
ebenfalls ein Object der Subhastation. Minist. Rescr.
vom 2. Octbr. 1816. ' v. Kamptz, Heft 16. pa§. 280.
3) Kirchstühle- so fern sie einem Hause oder Gute
für beständig zugeschlagen sind - gehen mit diesem'zugleich
ans jede» Besitzer desselben über. Sind sie einer Person
oder Familie erblich verliehen, so können sie nach den
Bestimmungen» des Landrechts nicht veräußert werden.
§. 682. Tit. 11. H. L. R. Doch gibt es Local-Obser-
vanzen und Gewohnheitsrechte, die hiervon abwrichen.
Der oft selbst gedrängte Gläubiger will aber Geld haben.
° Begreiflich ist es also, daß der Besitz gutSherrlicher Renten,
wenn sie nicht auf dem Crecutionswege verkauft werden
können, keinen Credit gibt, der Rentenbesitzer sie sonach
unter der Hand um jeden Preis verkaufen muß.
' 51. d. R.

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