Full text: Volume (Jg. 1 (1834))

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Handlungen veranlaßt werden könne. Ein Termin, vor
dem Depntirte» kann dkeserhalb gewiß nicht bestimmt
werden, es wird also wohl in der Vorladung zur. münd-
lichen Verhandlung anheim gegebm. «erden müsse«, in
bestimmter Frist schriftlich einen solchen Verzicht zu erklären.
Ob man nicht, da man einmal in der Bah» des Eo«»
ventkonal-Proreffes ist,'einen Schritt weiter gehen- mW, wenn
es die Parteien wünschm, die Einreichung einer schriftliche«
Deductio«, vollends wenn es vor jenem Termin der münd-
lichen Verhandlung, somit ohne Nachtheil der Beschleunigung
rer Sache, geschieht, gestatten könne, dürste sich fragen.
Kaum dürste dies sich mehr vom Princip des summarischen
Processe- entfernen, als jenes gestattete Verzichten auf die
mündliche Verhandlung gerade gegen das Ende der bisher im
summarischen Verfahren behandelten Sache. — Man kann
sich auch den Fall denken, daß die Beweisverhandlungen
zu neuen Rückfragen des erkennenden Gerichts an die
Parteien .veranlassen, und so also doch nur ein neues
Resolut herbekführen; kn einem solchen Falle würde das
Verfahren durch jenen Verzicht sehr verzögert seyn.
Astes znsammengenommen dürfte es also doch wohl
, noch einer wiederholten Erwägung bedürfe», ob eS nicht
räthlicher sey, das neue Verfahren in seinem Princip der
Mündlichkeit möglichst rein zu erhalten und dm Conventkonal-
Proceß auf seine gesetzlichen Grenzen zu beschränken. Immer-
hin wird aber das vorliegende Bestreben des HammerOber-
andesgerichtS, das summarische Verfahren zu beschleunigen,
neuerdings beweisen, welch eine bereitwillige Anerkennung
das neue Verfahren in den westlichen Provinzen gefunden.

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