Full text: Volume (Jg. 1 (1834))

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des he 6repite heuet ind werc heuet vorpenden
ebder vörsetten he endo dat myt synen willen ind
vnlbärt«. -77- stellt sich die piechtsvermuthuug schon
umgekehrt. Nur dann soll das Gut. als unantast-
bares Erbe betrachtet werden, wenn diese Qualität durch
Besitz und urkundliches Recht nachgewiesen ist. Am Ende
geht aber auch dieser Vorbehalt im Umsichgreifen des städ-
tischen Pn'nxipS, welches alles nur als Geld und Waare
achtet, unter; so daß sich die Willkübr von 1559 (üt- o.)
genöthigt sieht, allen Unterschied zwischen Erbe und Weich-
bildgut, zwischen Heergewett, Gerade und anderem beweg-
lichem Güte, welcher letzte im Verlaufe der Zeit eben so
spurlos vermischt war, gänzlich aufzuheben. Hierdurch
wurde für die dritte Periode, das Institut der allge,
meinen ehelichen Gütergemeinschaft vollständig ausgebildrt.
Erst durch dsese rechtsgeschkchtliche Darstellung wird
der Sinn des ältesten Statuts deutlich, wenn es sub a.
sagt: «Jg -hat also dar eyn vrowe efthe eyn man kn der
stat to'Rüden synt vnd-Kkndere hebbet sternet der eyn so
snlen de Kindere den haluen deyl des gudes bebalden unde
den anderen haluen deyl sal de vader efthe de ntoder wv-
llch er leuendich hlyuet behalden, von me were hat also
dat de man efthe de vrowe de leuendich blyuet sych vor-
flndcrseddede efthe also blyuen so sal he hat erflike. gut tho
syme lyue behalden den helfthen deyl also ock de vrowe so
wan he dan steruet so sulm de yrsten Kyndcre den seluen
haluen deyl tho sich nemen «. — Dieses heißt nämlich so
p«'el: 2n Rüden besteht eheliche Gütergemeinschaft, und
u'c»i> einer der Eheleute mit Hinterlassung von Kindern
stirbt, so fällt die Hälfte des ehelichen Gesammtgutes

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