Full text: Volume (Jg. 1 (1834))

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sensu eorundem heredum ot libera voluntate*
Si vero secundus vel tertius aut forte quartus
contractus matrimonii caruerit heredibus omnia
bona conjugatorum debent ad priores heredes
plenarie reuenire. Auch das Rüdener Statutarrecht
in dem Absatz a. kennt schon Erbe, welches die Frau zur
Ehe eingebracht, wie wir weiter unten näher erläutern
werden.
Es blieb also auch in dieser zweiten Periode alles
Unbewegliche Familiengut, was Eheleute zusammenbrachten,
ihren natürlichen Erben Vorbehalten; alles andere Ver-
mögen aber, es mochte in unbeweglichem Weichbkldsgute
oder in fahrender Habe bestehen, wuchs zu einer unzer-
trennlichen gemeinschaftlichen Masse zusammen, welche die
Grundlage der späteren allgemeinen ehelichen Gütergemein-
schaft bildete.
Erst im ferneren Verlaufe der Zeit erlitt die alte
strenge Ansicht vom Familiengnte einen noch wesentlicheren
Eintrag. 'Während auf der einen Seite Lehns« und Guts-
herrschaft das Ei'genthum in Fesseln hielt, suchte sich auf
der anderen der freie Stadtbewohner alles Gebundenseyns
immer mehr zu entlehigrtt. Während sich aus Heergewette
und Gerade, aus der einfachen Waffe des Mannes und
dem Ehrenputze der Frau, welche den nächsten Schwerdt-
undSpilmagcn aus derErbschaft vorab gereicht wurden, all-
mählig ein Complexus bildete, der fast alles, was zum
Gewerbe des Mannes, so wie zum unmittelbaren Gebrauche
oder zur Hauswirthsehaft der Frau gehörte, umfaßte und
dadurch die thcilbare Erbschaft um manches bedeutende
Stück minderte, suchte- man diesen Abgang durch andere

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