Full text: Volume (Jg. 1 (1834))

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derer ihm dte Zahlung hätte leisten sollen, und nach dieser
Vorschrift, so wie in Erwägung, daß die Requisite der
condictio indebiti sämmtlich zusammen eintref-
fen muffen, ergibt sich, daß der Cridar selbst diese Zah«
zung durchaus nicht hätte anfechten können., da ja eine
rechtskräftig, erstrittene Schuld, damit abgetragen ist«. Kann
aber der Cridar die Zahlung nicht reclamiren, so kann
auch seine Masse dieses nicht, indem, diese nur kn seine
Rechte eingetreten ist. Die Zahlung ist übrigens, wie die
.Partheien beiderseits anerkennen, vor Eröffnung des Con-
curses erfolgt, so. daß nicht etwa der. §. 60. Tit. 50 der
Prozeßordnung der Gültigkeit derZahlung entgegensteht. Auf
eine ausdrückliche. Genehmigung der. angestellten. Klage durch
den Freih.. v,. Fürstenberg, als den. durch- die reclamkrte
Zahlung präjudickrten Gläubiger,, kann, es, weil dieses eine
Veränderung des Klaggrundes enthalten würde,, nicht, ankom-
men, und die Frage, ob diesem Gläubiger, für sich ein Recht
zur Rückforderung zustände, kömmt hier nicht zur Sprache..
- Der Curator appellkrte. gegen dies Erkenntniß und
legitimirte sich zugleich, eventuell, durch eine. Ermächtigung
des verkürzten. Gläubigers, Freih.. von Fürstenbcrg.. 'Er
bemerkte zur Begründung der Appellation, das. Folgende:
1) Auch abgesehen, von dieser Vollmacht, des Freih.. von
Fürstenberg sey er legitkmkrt.. Da das-Grundstück
für den Rcalgläubkger. Freih.. von Fürstenberg subha-
, stirt worden, so sey die Masse sehr mteressirt,. daß
- die zu seiner Befriedigung bestimmten: Gelder einge-
•zogen werden, um zu ihrer Liberation an ihn bezahlt
zu werden. Selbst der Schuldner habe ein Recht,
; zu verlangen, daß die von ihm für den einen Glän-

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