Full text: Volume (Jg. 1 (1834))

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blick daran, küß d:'e Herrscher ihr göttliches Amt auch auf
das Recht anwendeu, zeit- und vernunftgemäße ,«eue Ge-
setze geben müssen; die historische Schule kann diese aller
Geschichte entsprechenden Fortschritte im Leben der Staaten
nicht bestreiten wollen, nur dajnr kämpfen, daß diese-Ge-
setze wieder der Rechtswissenschaft anheimfallen, und nicht,
wie bei der ersten prrußkschm Gesetzreform (Allg. Landr.
Einleitung, §. 47) die Regierung zugleich Jurist sey. Die
historische Schule würde gerade recht ungeschichtlkch seyn,
wenn sie ein geftornes Rechtsleben verlangte. Der Verf.
kämpft daher sicher gegen Schatten, die der Wahn erzeugte,
die nicht sind, wenn er der hksiorischen Schule solche Vor-
würfe macht, -wir sagen der Schule — denn einzelne Fin-
sterlinge kann die Schule nicht vertteten, von jeher haben
der Egoismus und die Bequemlichkeitsliebe solche Vorwände
ergriffen, um das Gute zu hindern. Noch weniger kann
die Schule für die einstehen, welche, wie in einem bekanntem
Schauspiele Tieck's, das Stück zurückdrehen möchten!
Im VIII, Abschnitte (S. 88 — 100) handelt der
Derf. von der Fortbildung des gemeinen NechtS
durchGefetzgebung. Er erörtert, was geschehen müsse,
um die.Mängel des gemeinen Rechts zu beseitigen, und
das Streben desselben dergestalt zur Vollziehung zu bringen,
daß dadurch die Herrschaft über das angehäufte Rechts-
materkal wirklich gewonnen, den Forderungen des Christen-
tums vollständiger genügt, Theorie und Praxis wiederum
zu einer gemeinsamen Thätt'gkeit verbunden, und das Recht
allen Volksgliedern zugänglich und verständlich gemacht
werde. Er verlangt dafür 1)-Sammlung des praktt'sch
gültigen Rechts, 2 ) Aufsuchung-des im gemeinen Rechte

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