Full text: Volume (Jg. 1 (1834))

Resultat denen zur Warnung vorhält/ welche für djt
Entwickelung des Rechts in -er Form des Gewohnheits-
rechts ihre Stimme erheben. Ganz wird man dieser Form
wenigstens Are entrathen können. :
Zum Schluffe dieses V. Absatzes stellt der Verfasser
(S< 63"— 64) das römische Recht dem altdeutschen kurz
gegenüber- eine Stelle, die wir- um einen Belag für den
Scharfsinn des Verfassers zu geben, hier aufnehmen.
»1) Jeder römische vivis war als solcher unverletzlich,
in dem Betteten eines fremden Grund und Bodens lag
dagegen nur dünn eine Rechtsverletzung- wenn dadurch
zugleich die Person' des Eigenthümers' verletzt oder sein
Eigenthmn' beschädigt wurde. Insbesondere dursten daher
herrenlose Sachen auch innerhalb eines fremden Grund-
stückes'dccnpirt werden. 2) Kein selbstständig gewordener
römischer Bürgtt bedurfte irgend eines äußeren Anhaltes
oder Schützes, und auch dw fcutela und pätria potestas
hatten en,e ganz, andere Bedeutung Und Lendenz- als die
deutsche Dorlnundschast.' 3) Bewegliche und unbewegliche
Sachen wurden lediglich als Gegenstand der Herrschaft
bettachtet. Sie konnten daher, waren sie einmal Eigene
thum eines römischen Bürgers geworden, von diesem überall
vindirirt Und überhaupt nur dadurch verloren werden, daß
der Ekgenthümer seine Herrschaft darüber wieder aufgab
oder aufzugeben gezwungen wurde. Umgekehrt Junten sie
aber auch nur dadurch erworben werden, daß die Person
sich ihrer durch wirkliche Besitzergreifung vollständig be-
mächtigtes 4) Tie Anerkennung selbstständiger dinglicher
Rechte'neben de« Eigestthüm war dem Geiste des römischem
Rechts geradezu entgegen, ein ausgebildrtes Obligation««^'

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer