Full text: Volume (Jg. 11 (1845))

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verausgabt berechnen und dafür die Quittung des Ap-
pellanten als Beleg erhalten wollte, so, daß eben durch
diese Quittung die in der Anweisung bekannte Schuld
getilgt und die Kasse aller Verbindlichkeiten entlassen
werden sollte.
Diese Absicht liegt unverkennbar in den Worten des
Schreibens:
„Der Quittung bedarf ich behufs Nrcl'weisung über
die Verwendung des Wegebaufonds",
und Appellant mußte sie um so mehr erkennen und sich
überzeugen, daß er durch Ausstellung der Quittung un-
te.r die Anweisung der Kasse, diese aller Schuld entließ
und den Aßmuth als seinen Privatschuldner annahm,
als dieser in demselben Schreiben, noch einer andern
Privatschuld, von 100 Thlrn. erwähnt, die er gleich-
falls decken will- Aßmuth verlangt vom Klager die
Quittung behufs Nachweise über Verwendung des Wege-
baufonds. Dieser Nachweise bedurfte er aber auch,
wenn er das Geld bereits ans der Kasse genommen
hatte, oder noch nehmen wellte. Dadurch nun, daß
Klager ihm die verlangte Quittung zustellte, genehmigte
er entweder die für ihn bereits geschehene Erhebung der
Gelder aus der Kasse, oder er auterisirre den Aß-
muth, diese Gelder für ihn nocb zu erbeben G- 130.
Tit. 13. Thl. I. des Allgemeinen Landreebls). Die
Genehmigung resp Autorisation zur Erhebung der Gel-
der liegt also nicht in der Zustellung der Quittung
allein, sondern gerade darin, daß er dem Aßmuth die
Quittung zusandte, um sic alS Belag bei der Kasse zu

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