Full text: Volume (Jg. 11 (1845))

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Verhandlung widersprochen und diese» Widerspruch durch
die Behauptung zu motkvirrn gesucl't, daß eventuell, ab-
gesehen davon, ob die fragl. Zablung der 100 Thlr.
geschehen sei oder nicht, gerade der Revers des Aß«
muth beweise, daß Appellant die verklagte Kasse ihrer
Schuld entlassen und für dieselbe den Aß muth als
seinen Schuldner angenommen habe. Dem hierauf ge-
stützten Anträge auf Abweisung des Appellanten und
Bestätigung des ersten Erkenntnisses mußte aus folgen-
den Gründen deferirt werden.
Parthcien sind darüber einig, daß der Vorstand der
Kommunalkasse den Rendanten Aßmuth schriftlich an-
gewiesen, an den Kläger und Appellanten 100 Tblr.
aus der fragl. Kasse zu zahlen, und daß Appellant über
die erfolgte Zahlung eine Quittung ausgestellt, in deren
Besitz die fragl. Kasse auf legalem Wege gelangte.
Streitig ist nur, ob in dem Schreiben des Aßmuth
dieser Quittung gegenüber ein Vorbehalt entballen ist,
welcher die Quittung selbst ungültig macht, oder ob die,
seS Schreiben nicht vielmehr die Gültigkeit der Quit-
tung der Kasse gegenüber und nur einen Vorbehalt ge-
gen den Aßmuth darthut.
Das Schreiben, wie es Kläger und Appellant pro-
durirt, lautet:
„Lieber Herr Weber und Freund!"
„Die anliegende Anweisung bitte ich gefälligst zu
quittkren, de» Betrag sä 100 Thlr. ziehe ich von
Bruse ein, der mit dem Beitrage zum etatsmäßigen
Wegebaufonds noch zurücksteht, und Sie erhalten
dann die Gelder von mir behändigt. Morgen früh
»I. 3*l>in- 4- HeN 4'4

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